Folge 12

Die Wahrheit zu hören ist ein Wunder

Die Wahrheit zu hören ist ein Wunder

Waheguru.

Die Wahrheit zu hören ist ein solch unerwartetes Ereignis im Leben, das jeden Einzelnen, dem es widerfährt, mit Gott verschmelzen lässt. Die Wahrheit zu hören ist solch ein Wunder. Dieses Wunder geschieht nur wenigen Auserwählten. Und wer auch immer dieses Wunder erlebt, wird eins mit dem Göttlichen.

Wir können uns also vorstellen, dass es nur den wenigsten zuteil wird, die Wahrheit zu hören zu bekommen. Der gesamte Raum ist nichts anderes als die Ausdehnung des Göttlichen. Und das Göttliche schwingt … seine Gegenwart schwingt im ganzen Universum, im grenzenlosen Raum, mit einer bestimmten Frequenz. 

Das Göttliche in uns ist dasselbe Göttliche; auch in uns gibt es dieselben Schwingungen mit derselben Frequenz wie im Außen. Doch die göttlichen Schwingungen in unserem Innersten und ihr Klang sind so subtil, dass wir sie nur wahrnehmen können, wenn wir innerlich vollkommen still werden.

Der Zweck der Meditation ist es, uns aufzuwecken. Es gibt einen Prozess, uns aufzuwecken, indem wir unser Innerstes in Schwingung versetzen. 

Das Wort Waheguru besteht aus vier Buchstaben oder auch Lauten – Wa He Gu Ru. Diese vier Laute sind so angeordnet, dass sie mit der Frequenz des Göttlichen resonieren.

Das Wort Waheguru erzeugt also Schwingungen, die mit den Schwingungen des Göttlichen im gesamten Universum in Resonanz stehen. Wenn wir dieses Wort aussprechen, ist seine Schwingungsfrequenz genau dieselbe. Sie schwingt mit der Frequenz des Göttlichen in uns und um uns herum.

Indem wir das Wort Waheguru chanten, schwingt es mit dem Göttlichen, das in unserem Innersten wohnt. Dabei werden die Schwingungen des Göttlichen in unserem Innersten deutlicher hörbar.

Langsam, aber sicher beginnt unser gesamtes Inneres mit derselben Frequenz zu schwingen wie dies auch im Außen geschieht.

Welches Wort Dir auch immer zusagt, das Wichtigste ist, dass wir uns auf dem Weg zur Vereinigung mit Gott befinden. Wenn Dir ein anderes Wort lieber ist, ist das völlig in Ordnung. Das Ziel ist, zu erwachen und zu erkennen, dass wir vom Göttlichen erfüllt sind, dass wir nichts anderes sind als das Göttliche selbst.

Durch Meditation werden wir furchtlos, denn Meditation erweckt uns. Erwachen bedeutet, dass wir beginnen zu erkennen, dass das, was wir bisher „Ich' genannt haben, in Wirklichkeit die Wohnstätte des Göttlichen ist. Und das Göttliche ist ohne Furcht. Dieses Göttliche tritt nun hervor, es offenbart sich, es ergreift Besitz von uns, die Herrschaft des Verstandes wird gestürzt.

Die Meditation bewirkt, dass das Göttliche in uns mit dieser Frequenz schwingt; sie weckt uns auf. Und das Göttliche beginnt sich zu offenbaren. Die Gegenwart des Göttlichen beginnt, unsere Gedanken, unser Sehen und unser Verhalten zu durchdringen, und wir beginnen, uns furchtlos zu fühlen. Je stärker die Gegenwart des Göttlichen wird, desto furchtloser fühlen wir uns.

Es ist nicht so, dass ‘wir’ uns furchtlos fühlen, vielmehr spüren wir die Präsenz von etwas Furchtlosem in uns. Wir merken, es gibt zu diesem Punkt keine Angst mehr in mir. Das ist die Offenbarung des Göttlichen in uns.

Unsere Beziehung zu Ihm ist von größter Bedeutung. Der Weg ist der Weg der Liebe, der zur Wohnstatt des Göttlichen führt. Liebe. Deshalb ist es essentiell, dass wir eine tiefe, liebevolle Beziehung zu Seiner Gegenwart aufbauen.

Nur jene werden von der Liebe des Göttlichen erfüllt – und das Göttliche ist Liebe –, die ihr Gesicht stets Ihm, nach innen schauend, zugewandt haben und ihren Blick nicht abschweifen lassen.

Und nur jene erkennen die Gegenwart des Göttlichen und lernen Ihn kennen, nur jene erkennen das Göttliche in sich und bauen eine Beziehung zu Ihm auf. Nur diejenigen bauen eine so feste Beziehung zum Göttlichen auf, jene, die wahrhaftig zu lieben wissen.

Wir kennen nur die Bindung an andere, wir wissen nicht, was Liebe ist. Nur jene, die Ihn zu lieben vermögen, erreichen Ihn. Andere geraten vom Weg ab, weil sie nicht wussten, wie sie diese starke, reine und liebevolle Beziehung hätten aufbauen können.

Und so fallen sie ab vom Weg, weil ihre Beziehung nicht stark genug war, um sie weiter zu Ihm zu hinzuziehen. Ohne eine starke, unzerbrechliche Beziehung zu Ihm erreichen wir gar nichts. Wir können jederzeit vom Weg abkommen.

Oftmals erreichen wir beachtliche Höhen, doch wenn die Liebe zu Ihm nicht stark genug ist, fallen wir wieder und geraten wieder in die Fänge des Verstandes – das Haus des Leidens, des Widerstands und der Negativität.

Die Meditation führt uns auf den rechten Weg, ein erfülltes Leben zu führen. Auf diesem rechten Weg wird unser Bewusstsein immer reiner, reiner, reiner, schließlich heilig, und es dehnt sich aus und wächst.

Unser alter Weg, aus dem Verstand heraus zu leben, aus dem Denken heraus, führte dazu, dass unser Bewusstsein immer unreiner wurde. Tag für Tag. Und diese Unreinheiten machen uns schwach.

Deshalb scheitern viele Menschen, diesen Weg zu gehen. Auch, nachdem sie ihn bereits gegangen sind.

Auch, nachdem sie die Schönheit dieses Pfades erkannt haben, der den rechten Pfad für alle Menschheit darstellt.

Meditation verändert die Richtung des Lebens. Sie verändert die Richtung unseres Lebens, und wir spüren, wie wir jeden Tag stiller, schöner und liebevoller werden. Das Leben wird wahrhaftig glorreich und voller Freude.

Wer erwacht und entschlossen genug ist, diesen Weg zu gehen, entschlossen genug, sich aus den Fängen des Verstandes zu befreien – welcher Widerstand und Negativität verkörpert.

Der Verstand wird niemals zulassen, dass wir uns verändern. Er wird uns immer in diesem stagnierenden Bewusstseinszustand gefangen halten.

Selbst die Füße, die diesen Weg begehen, beginnen vor Liebe zu pulsieren – mit jeder einzelnen Faser ihres ganz ureigenen Wesens. Und wir beginnen, einen flüchtigen Blick auf unser eigenes, wunderschönes Antlitz zu erhaschen. 

Durch Meditation werden unsere Augen von jugendlicher Stärke durchdrungen, welche nichts mit körperlicher Kraft zu tun hat.

Wer innerlich stark ist, wer entschlossen ist, aufwärts zu streben und die Welt von dort oben zu sehen; wer jugendliche Augen und ein jugendliches Herz hat, fühlt sich zum richtigen Lebensweg hingezogen. Er strebt danach, emporzusteigen, und sein Leben wird zu einer Geschichte, einer wunderschönen, fesselnden Geschichte.

Oh mein Verstand, Du bist immer entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft, Du bist nie hier, Du lässt mich nie leben. Du kannst weder leben, noch lässt Du mich leben. Das Leben bewegt sich hier und jetzt – in uns und aufwärts gerichtet, nicht nach links und rechts.

Oh mein Verstand, bitte gib diese Angewohnheit auf, Deine Angewohnheit des Aufschiebens und Deinen Widerstand dagegen in die Handlung zu gehen.

Wer auch immer beginnt, aufzusteigen, in den kehrt Demut ein, Tag für Tag – mehr und mehr Demut. Und eines Tages wird sein Innerstes allein von Demut beherrscht sein. Jede seiner Handlungen entspringt der Demut.